Die Transportpolizei der ehemaligen DDR.

Interview mit einem Hauptmann der Transportpolizei  aus seiner Einsatzzeit  in Berlin, Neubrandenburg und Neustrelitz


Der Anfang:


-   1952-1955 bei der Deutschen Reichsbahn gelernt Ausbildung erfolgte auf der Strecke

     Bad Doberan Kühlungsborn

-   gefolgt von der Armeezeit von 2 Jahren, Ersatzdienst bei der Transportpolizei inklusive    

     Ausbildung zum Transportpolizisten, Einsatz seither als Transportpolizist in Berlin



Ausbildungsgrade während der Ausbildung bei der Reichsbahn  

A  = gehobener Dienst

B  = mittlerer Dienst – Eisenbahner in Betriebsdienst

C  = unterer Dienst – Schrankenwerter


Kompanien der Transportpolizei

1950´ er Jahre wurden Kompanien der Transportpolizei gegründet bei eisenbahnrelevanten Einsatzorten unter anderen

Pasewalk, Templin, Neustrelitz, Güstrow, Rostock


1960 ´er Jahre wurden Kompanien der Transportpolizei zu Transportpolizeiämtern (TPA)

-TPA´s wurden ebenfalls in Pasewalk, Templin, Rostock, Neustrelitz, Güstrow und Rostock  eröffnet.



Ämter ab den 70´er Jahren:


1970 ´er Jahre die Ämter wurden in den 70 ´er Jahren zusammengelegt, dass heißt in jedem Bezirk gab es nur noch ein Amt der Transportpolizei.

Untergeordnet die Polizeireviere:


Neubrandenburg mit 40 Mitarbeitern

Pasewalk mit 60 Mitarbeitern

Neustrelitz mit 60 Mitarbeitern


Wie viele Transportpolizisten eine Dienststelle / Amt hatte kam auf die Streckengröße an z.B. auf einer Wache waren im Vier-Schichtsystem 12-15 Transportpolizisten beschäftigt. Die Bestreifung im normalen Zugdienst /Streifendienst erfolgte zu zweit.

Es gab einen Offizier vom Dienst im Transportpolizeirevier Pasewalk, auf einer Dienststelle waren ein Revierverantwortlicher mit Stellvertreter und Streifen beschäftigt.

Auf größeren Bahnhöfen gab es immer Doppelstreifen, je 2 Polizisten mit Funk- die kleineren Bahnhöfe wurden mit Streifenwagen bestreift.

In jeder Streife gab es einen Streifenführer der dafür eine gesonderte Ausbildung erhielt.(Meist war es der Höhere Dienstgrad)


Frauen bei der Transportpolizei


Zuerst nur als Sekretärinnen, später auch als Streifendienst und Zugbegleitkommandos. Die Transportpolizisten hatten als Zugbegleitdienst auch eine Spezialausbildung zu absolvieren.  


Hundeführer und Polizeihunde


Im Transportpolizeirevier Neustrelitz gab es 8 Polizeihunde, später wurden sie reduziert auf vier. Als Polizeihunde bildete man Schäferhunde und Dobermänner aus. Die Dobermänner wurden als Spürhunde ausgebildet.

Ein Polizeihund wurde ca. 1 Jahr ausgebildet, anschließend noch einmal 1-2 Jahre mit dem Hundeführer.

Die Diensthunde lebten in Zwingern bei der Dienststelle. Jeder Hundeführer war für das Wohl seines Hundes selbst zuständig, Pflege, Fütterung und Auslauf.


Einsatzfahrzeuge


Farbführung der Streifenfahrzeuge:


-  Wartburg und Lada in Ausführung eines Volkspolizeiautos mit der Farbgebung

    Weiß / Olivgrün

-  B 1000 grau überwiegend ohne Blaulicht nicht erkennbar und auch ohne Funk,

    für Großeinsätze

-  Zivilfahrzeuge grau-grün und Wartburg Kombi


Weitere Informationen folgen ….                                                                                          Neustrelitz den 31. März 2012


 



Liebe Besucher dieser Seite,


bei unseren Einsätzen als Transportpolizei treffen wir immer wieder auf ehemalige Transportpolizisten, die auf ein bewegtes Leben, während ihrer Tätigkeit zurückblicken können. Diese authentischen Informationen möchten wir gerne  an Sie weiter geben.


Unser Life Interview werden wir zukünftig (mit Einverständnis des Betreffenden) hier veröffentlichen.

Für Fragen hierzu stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung.


Ihr

Christian Moschall

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