Die Transportpolizei der ehemaligen DDR.



Auszug aus dem Lexikon „Schlag nach für Transportpolizisten“ vom 01. Mai 1988, Seite 206


VP-Gesetz §11; OWVO § 5.


Foto-, Film und Fernsehaufnahmen auf Eisenbahngelände


Aufnahmen von Objekten und Bahnanlagen,  die sich auf dem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Eisenbahngelände befinden, und durch die Pressestelle des MfV genehmigungspflichtig sind.

Aufnahmen jeglicher Art von Militärtransporten bzw. militärischen Objekten vom Eisenbahngelände aus bzw. in Eisenbahnfahrzeugen sind untersagt!...

…Eine Genehmigung bedürfen ebenfalls nicht

· Erinnerungsfotos in Bahnhöfen und auf Bahnsteigen (für Reisende zugänglich)

· Aufnahmen der am Bahnsteig ein- bzw. ausfahrende Züge, Triebfahrzeuge und wagen (außerMilitärfahrzeugen gemäß Pkt. 1, 2 der Weisung des MfV);

· Aufnahmen auf dem Bahnhofsvorplatz, des Bahnhofsgebäudes und in der Bahnhofsvorhalle.

Für die Einhaltung und Durchsetzung der Weisung des MfV sind Grundsätzlich die Organe der DR (Deutsche Reichsbahn)verantwortlich.

Die Transportpolizei schreitet in der Regel nur dann ein, wenn

· Durch Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit entstehen können;

· Berechtigten Forderungen der Eisenbahner nicht Folge geleistet wird.

Bei unberechtigten Foto-, Film- und Fernsehaufnahmen oder wenn Festlegungen der Weisung bzw. der erteilten Genehmigung überschritten werden, kann durch die Transportpolizei  situationsabhängig eine Verwahrung des Beweismaterials (belichteter Film) gemäß §13 Abs. 2 VP Gesetzt bis zur Klärung des Sachverhalts erfolgen.



Bericht: Ingo Moschall

Bei unseren Auftritten hören wir immer wieder von den Besuchern „Ach die Trapo – jetzt müssen wir unsere Fotogenehmigung zeigen“.


Was ist eigentlich eine Fotogenehmigung und warum wird die Trapo so fest mit dieser verbunden?


Vom Grundsatz war es nicht verboten in der DDR auf Bahnhöfen und Bahnanlagen zu fotografieren.

Auch Eisenbahnen, Triebfahrzeuge und Bahnhöfe durften fotografiert werden.

(Alles was öffentlich zugänglich war, ausser Militärtransporte, Militäranlagen u.ä.)


Für alles was nicht öffentlich zugänglich war, bedurfte es eine Genehmigung.

Diese konnte jeder bei  der Pressestelle des MfV (Ministerium für Verkehrswesen) beantragen.



Die legendäre Fotoerlaubnis.


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